Erdgasversorgung - Niedersachsen umweltbubi.de


Konflikt zwischen Ökologie und Ökonomie

Als zu Beginn der neunziger Jahre das Niedersächsische Innenministerium eine Arbeitsgruppe zusammenrief, um eine neue Pipeline aus den norwegischen Erdgasfeldern nach Deutschland zu führen, spielte der Sicherheitsaspekt eine herausragende Rolle: Denn die Transportleitung sollte, was von Umweltverbänden heftig kritisiert wurde, mitten durch den Naturpark Wattenmeer führen. In diesem Konflikt zwischen Ökologie und Ökonomie entwarf BEB eine bis heute einzigartige technische Lösung, die beiden Parteien Rechnung trug: Die "Europipe" durchs Wattenmeer.

Die Anforderungen an die Transportleitung waren hoch: Das Wattenmeer durfte weder in der Bauphase noch bei der Wartung angegriffen oder verändert werden. Auch bei einer eventuellen Havarie sollte gewährleistet sein, daß die notwendigen Reparaturen ohne jeden Eingriff in das empfindliche Ökosystem durchgeführt werden konnten. Die technische Lösung der BEB bestand in einer Pipeline, die in drei bis vierzehn Meter Tiefe verlegt wurde und über ein Länge von rund 2.600 Meter von Dornumersiel zwischen den Inseln Baltrum und Langeoog hindurchführt wurde. Dazu wurde zunächst unter dem Meeresboden ein Mantelrohr aus Beton durchgepreßt, das dann die eigentliche Pipeline aufnahm. Bis heute ist dieser Tunnel der längste seiner Art. Er beweist, wie modernste Technologie ökologische und ökonomische Forderungen vereinen kann. Seit dem 1. Januar 1995 strömt Erdgas aus Norwegen durch die Europipe nach Deutschland.

BEB - Unternehmen Erdgas 
Energieversorgung der Zukunft
Konflikt zwischen Ökonomie und Ökologie

BEB Erdgas und Erdöl GmbH
Riethorst 12 - D-30659 Hannover
Fon +49 (0)5 11 - 641 - 0 // Fax +49 (0)5 11 - 641 - 10 00
www.beb.de