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Baobab Family Projekt
 


 





















 
DAS BAOBAB FAMILY PROJECT
 
Nachhaltig wirkende Entwicklungshilfe muß die Menschen vor Ort eigenverantwortlich und aktiv einbeziehen. Hilfe darf weder in finanzieller noch in organisatorischer Hinsicht abhängig machen. Die Menschen vor Ort sollen durch Hilfe zur Selbsthilfe dabei unterstützt werden, ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen zu können. MAN KANN NICHT ALLEN HELFEN - aber umso mehr denjenigen, die dazu bereit sind, ihre Situation zu verändern. So können insbesondere Schritt für Schritt Inseln für diejenigen entstehen, die sonst an den Umständen zerbrechen würden. Ein besonderes Anliegen muß es sein, soziale Randgruppen zu unterstützen und in ihre Gesellschaft zu integrieren.

Während eines intensiven längeren Aufenthaltes in Ostafrika wurde die Grundlage für ein. Entwicklungshilfeprojekt gelegt, das diesen Grundsätzen entspricht. Im März 2000 konnte ein 500 m großes Grundstück für ein Mutter-Kindprojekt in Mikindani / Kenya erworben werden. Es sollte ein vierstöckiges Haus mit ca. 2$ Wohneinheiten entstehen, das ein ortsansässiger Architekt entwarf. Bei der Gestaltung wurde das Augenmerk auf ein möglichst harmonisches Zusammenleben der im Haus wohnenden Familien gelegt. Es sind Gemeinschaftsküchen vorgesehen, und ein nach oben offener Lichtschacht mit Bepflanzung in der Mitte des Gebäudes.

Auf dem Dach werden vier Wasserbehälter installiert, um jedes Stockwerk mit fließendem Wasser versorgen zu können. Zusätzlich sind vier Wassertanks neben dem Haus mit jeweils 201001 Volumen geplant, um für jedes einzelne Stockwerk ein eigenständiges Notfallreservoir zur Verfügung zu haben. Wie es in Kenya üblich ist, werden gemeinschaftlich zu nutzende Toiletten und Duschen in ausreichender Anzahl erstellt. Auch dies ist für das Miteinander wichtig.

Ende März 2000 konnte auch ein in nächster Nähe des Hauses befindlicher Marktplatz-Baugrund erworben werben. Darauf kann ein kleines zweistöckiges Bauwerk mit ca. 10 qm Grundfläche, somit 20 qm Nutzfläche, errichtet werden.

Das Projekt wird vor Ort von zwei zuverlässigen Freunden organisiert. Zur Zeit wird das Erdgehschoß des Gebäudes fertiggestellt.

In dem nun entstehenden Haus werden etwa zur Hälfte "normal verdienende" Familien und zum anderen Teil Mütter mit Kindern aus extremen Situationen zusammen wohnen. Ein wichtiger Aspekt dieses Projektes ist, soziale Randgruppen nicht länger zu isolieren, sondern ihnen den Kontakt zu anderen Familien auch im gleichen Haus zu ermöglichen. Diese Frauen bekommen auch die Möglichkeit, in dem Markthaus zu arbeiten. Das Entgelt wird zu 2/3 ausbezahlt und ein Drittel wird in einen persönlichen Fond einbezahlt, der bei einem Auszug aus dem Haus (nach spätestens 3 Jahren) für den Bau eines kleinen Wohnhauses auf einem noch zu erwerbenden Land zur Verfügung steht. Die Miete für die im Projekt befindlichen alleinerziehenden Mütter ist frei!

Im Januar 2001 entwickelte sich die Idee von einem Straßenkinderprojekt. Als Anlaufstelle für die Straßenkinder dient zunächst eine Tagesstätte, die später durch ein Wohnheim ergänzt wird. Dort wird ihnen die Möglichkeit eröffnet, sich durch Workshops und die Vermittlung von grundlegenden Schulkenntnissen sich auf die Anforderungen des späteren Lebens vorzubereiten. Im Idealfall nehmen die im Haus lebenden Familien eines der Kinder auf. Dieses Straßenkinderprojekt wird auf einem direkt neben dem Haupthaus befindlichen Grundstück, über das zur Zeit Kaufverhandlungen geführt werden, sein Zuhause finden.

Eine weitere Einnahmequelle und Arbeitsstelle für viele wird ein "Fruitgarden" sein, der ebenfalls auf diesem Grundstück geplant ist. Hier werden auf einem selbstgestalteten Bereich ein Ausschank von analkoholischen Getränken wie frische Fruchtsäfte, Tee, Kaffee u.s.w. sowie der Verkauf von gesunden Speisen entstehen. Ein weiterer Teil des Geländes wird mit einigen Sitzgruppen in den "Fruitgarden" verwandelt. Diese Fläche sollen auch für die Workshops zur Verfügung stehen.
 
www.baobab-familien-projekt.de